Träume, Visionen, Ziele: sein Leben in die richtigen Bahnen lenken

Sprintstart Lebensziele

Viele Leute fühlen sich im Hamsterrad gefangen. Sie verbringen die meiste Zeit des Tages in einem Job, der ihnen eigentlich gar keinen Spaß macht, aber viel (oder gerade deswegen) Energie raubt. Sie sind in Beziehungen, die sie vielleicht nicht mehr richtig erfüllen, aber nützlich für die soziale Fassade sind. Oder womöglich verbrauchen sie ihre Einkünfte für Dinge, die nicht sie selbst, sondern andere begeistern sollen. Gefällt Dir dein Leben? Fühlst du Begeisterung, wenn Du von deinem Job, deinen Hobbys oder von deiner Beziehung erzählst?

Wenn nicht, solltest du das ändern, und dein Leben so gestalten, dass es Dir gefällt. Gerade jetzt, mit dem Frühling vor der Tür, ist es ein guter Zeitpunkt, um sein Leben neu zu sortieren und über die eigenen Wünsche, Bedürfnisse und Ziele nachzudenken. Denn warum seine kostbare Lebenszeit und Energie auf Dinge verschwenden, die einen nicht glücklich machen. Welche Methoden gibt es, um seine Ziele zu finden?

Listen

Die einfachste Art, seine Ziele zu definieren, ist eine Liste zu erstellen. Sei es die To do-Liste für kurz- bis mittelfristige Ziele oder die Life Bucket-List für langfristige Ziele, die man im Leben mal erlebt und erreicht haben will, sind Listen ein guter Weg, um seine Ziele festzuhalten und diese voller Erfüllung abzuhaken, wenn man sie erreicht hat.

Visualisierungen

Ein bisschen spiritueller sind visuelle Darstellungen der eigenen Wünsche. Beim Vision Board geht es nicht darum, gleich zu wissen, was man genau will. Viel mehr soll man durch Bilder, die man sich auswählt, herausfinden, was man sich unterbewusst wünscht. Diese Methode habe ich mal während eines Workshops bei einem Businessnetzwerk kennengelernt. Jeder sollte ein großes leeres Plakat, einen Kleber und Zeitschriften mit Bildern mitbringen. In der Gruppe bastelte sich dann jeder ein Vision Board, indem er die Zeitschriften (auch von anderen) durchblätterte, diejenigen Bilder, die ihn ansprachen, ausschnitt und auf das Plakat klebte. In Grüppchen diskutierten wir dann über die Symbolik unserer ausgewählten Bilder. Eine Workshop-Teilnehmerin meinte über meine Bilder, dass dort der Wunsch nach Bewegung und Dynamik drinsteckt.

Seit dem Workshop vor drei Jahren habe ich tatsächlich ein paar Nebenprojekte gestartet, die mich noch weiterhin beschäftigt halten. Ein Bild habe ich auch schon direkt in die Tat umgesetzt: ich habe einen Surf-Schnupperkurs belegt, was ich schon immer mal machen wollte. Das Vision Board sollte man gut sichtbar in seiner Wohnung aufhängen, um praktisch seine Träume jeden Tag vor Augen zu haben und sein Unterbewusstsein darauf vorzubereiten. Man sollte sich bei der Auswahl der Bilder auch nicht einschränken und realistisch bleiben, sondern einfach unvoreingenommen auswählen.

Wheel of Life

Eine andere Methode, die ich vor kurzem kennengelernt habe, ist das Wheel of Life. Es stellt eine Mischung aus systematischer und intuitiver Methode dar. Hierfür nimmst du ein Plakat und zeichnest einen kleinen Kreis in die Mitte. Dann zeichnest du einen größeren Kreis um den kleinen Kreis und nochmal einen größeren Kreis um diesen Kreis – dies wiederholst du, bist du insgesamt 10 Kreise hast.

Nun benenne ein paar Bereiche Deines Lebens, die dir in den Sinn kommen. Es sollten 8 bis 12 Bereiche sein. Beispiele: Freundschaft, Liebe, Gesundheit, Finanzen, Karriere, Spaß, Spiritualität. Ich habe für mich 12 Bereiche ausgewählt: Persönliches Wachstum, Liebe, Beziehungen, Gesundheit, Finanzen, Karriere, Umgebung, Spaß, Geben, Spiritualität, Emotionen/Bedeutsamkeit und Komfort. Nun unterteilst du den Kreis wie einen Kuchen in deine Bereiche ein.

Nimm nun einen Buntstift und male von innen nach außen für jeden Bereich das Level der Erfüllung von 1-10 Feldern aus. Ich habe zum Beispiel für den Bereich Spaß (also zum Beispiel Feiern oder Reisen) nur 3 Felder ausgefüllt, weil ich im Moment das Gefühl habe, dass dieser Bereich bei mir zu kurz kommt. Im Bereich Gesundheit habe ich 8 von 10 ausgefüllt, da ich mich hier relativ gut aufgestellt fühle.

Nun geht es darum zu definieren, wie du jeden Bereich verbessern kannst – es sei denn, du hast schon 10 von 10, dann musst du natürlich nur so weitermachen wie bisher 😉 Es geht auch darum, eine gute Balance zu finden und zu bestimmen, welche Bereiche aktuell die höchste Priorität haben.

Definiere auf einem separaten Blatt Papier konkrete Schritte, wie Du jeden einzelnen Bereich verbessern kannst. Beispiel: Wenn du im Bereich Gesundheit wenige Punkte hast, kannst du beschließen 2x pro Woche joggen zu gehen, um deine körperliche Fitness zu erhöhen. Zudem könntest du dich entscheiden, mindestens 4x pro Woche ein Gemüse-Gericht selbst zu kochen, um dich gesünder zu ernähren. Mach deine Schritte konkret und messbar!

Klar kann man manche Ziele nicht durch einen Maßnahmenplan direkt umsetzen – wie beispielsweise die Liebe. Aber man kann wenigstens mehr dafür tun, dass es zu einer neuen Beziehung kommt, oder eine bestehende Liebe ihren Schwung behält. Schritte im ersten Fall wären zum Beispiel Online-Dating auszuprobieren oder im Alltag offener durch die Welt zu gehen und mehr zu kommunizieren.

Seinen eigenen Nachruf schreiben

Diese Methode habe ich selbst noch nicht ausprobiert. Hier geht es darum, seinen eigenen Nachruf zu schreiben. Dadurch soll man herausfinden, worin man seine Bestimmung sieht und was man der Welt geben und hinterlassen will. Will man Wissen schaffen, Wissen vermitteln, will man Bedürftigen helfen, Kinder auf ihr Erwachsenenleben vorbereiten? Finde es heraus.

Ziele flexibel halten

Das Ziele-Setzen sollte natürlich jedes Jahr neu überdacht werden. Denn unsere Bedürfnisse ändern sich ja im Laufe der Zeit. Und auch wenn wir das Gefühl der Kontrolle mögen, können wir im Leben natürlich nicht alles planen. Manchmal ist es auch gut, im Jetzt zu leben und Vergangenheit und Zukunft auszublenden. Auch sollte man überdenken, ob das man was man will, wirklich das ist, was man will oder ob es gesellschaftliche Trends sind, die einen beeinflussen und man somit fremdgesteuert ist. Hat man seine Ziele bestimmt und steht vor folgenschweren Entscheidungen, können Methoden zur Entscheidungsfindung helfen.

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